Protest türkischer „Academics for Peace“ am kommenden Sonntag in Köln

Protest of Turkish Academics for Peace on sunday in Cologne
+++ english call below +++

Am kommenden Sonntag veranstalten einige Mitgliederinnen und Mitglieder der türkischen Organisation „Academics for Peace“ eine Protestaktion auf der Kölner Domplatte (Richtung Hohestraße) in Solidarität mit den vom Erdogan-Regime entlassenen und inhaftierten Oppositionellen. Wir unterstützen ihr Anliegen.

Hier findet Ihr einen deutsch- sowie englischsprachigen Aufruf. Falls PressevertreterInnen interessiert sein sollten, stellen wir gerne einen Kontakt zu den OrganisatorInnen her.

Solidarität mit Nuriye Gülmen und Semih Özakça

“Wir stehen für das Leben, nicht den Tod!” (mehr…)

Share:
  • Facebook
  • Twitter

Theateraufführung: Die NSU – Monologe

Am Dienstag, 16. Mai, findet eine von uns gemeinsam mit dem Kult41 und der Kulturinitiative Rhizom organisierte Aufführung des dokumentarischen Theaterstücks „Die NSU – Monologe“ von der Bühne für Menschenrechte statt.
Das Stück wird im selbstverwalteten Kulturzentrum Kult41 gezeigt; der Einlass beginnt um 19:30 Uhr, kurz darauf geht es los.
Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht. Da der Platz im Kult41 begrenzt ist, empfehlen wir, möglichst pünktlich zu erscheinen.
Eine genauere Beschreibung des Stücks findet sich weiter unten sowie auch unter folgendem Link.

Der Kampf der Hinterbliebenen um die Wahrheit
Fünf Jahre nach Bekanntwerden des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ erzählen die NSU-Monologe von den jahrelangen Kämpfen dreier Familien der Opfer des NSU – von Elif Kubaşık, Adile Şimşek und İsmail Yozgat: von ihrem Mut, in der 1. Reihe eines Trauermarschs zu stehen, von der Willensstärke, die Umbenennung einer Straße einzufordern und vom Versuch, die eigene Erinnerung an den geliebten Menschen gegen die vermeintliche Wahrheit der Behörden zu verteidigen.

Die NSU-Monologe sind dokumentarisches, wortgetreues Theater, mal behutsam, mal fordernd, mal wütend – roh und direkt liefern sie uns intime Einblicke in den Kampf der Angehörigen um Wahrheit und sind in Zeiten des Erstarkens von Rechtsextremismus an Aktualität kaum zu überbieten.

Im Anschluss an das Stück wird es ein Publikumsgespräch u.a. mit einem Fachjournalisten und Sachverständigen im NSU-Untersuchungsausschuss des Landtages NRW geben.

Wie stets behalten wir uns vor, bekannten Rechtsextremisten, Rassisten, Neonazis mittels Hausrecht den Zutritt zu verwehren bzw. sie des Raums zu verweisen.

Die Veranstaltung wird unterstützt vom Kommunalen Integrationszentrum Bonn und gefördert durch das Programm „NRWeltoffen/ Demokratie leben“ der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen sowie durch das Studierendenparlament und den AStA der Uni Bonn (mehr…)

Share:
  • Facebook
  • Twitter

Vortrag: Antisemitismus, Rassismus, ‚Islamophobie‘ – eine ideologiekritische Begriffsbestimmung

Als letzte Veranstaltung des festival contre le racisme erwartet Euch ein Vortrag des sehr geschätzten Alex Feuerherdt, der am Montag, 15. Mai, um 19 Uhr im Hörsaal 17 zum Thema „Antisemitismus, Rassismus, ‚Islamophobie‘ – eine ideologiekritische Begriffsbestimmung“ sprechen wird.

Weit verbreitet ist die Annahme, dass es sich beim Antisemitismus lediglich um eine Form des Rassismus handelt, um einen Rassismus gegenüber Jüdinnen und Juden nämlich. Der spezifische Charakter des Antisemitismus, seine besondere Wirkmächtigkeit, sein absoluter Drang nach Vernichtung, seine Wahnhaftigkeit und seine spezifische ideologische Verfasstheit werden dabei – oftmals ganz bewusst – außer Acht gelassen. Neuerdings wird sogar oft und gerne behauptet, die »Islamophobie« habe ihm gewissermaßen den Rang abgelaufen und seine gesellschaftliche Funktion eingenommen. Gleichzeitig werden modernisierte Formen des Rassismus – etwa der Kulturrelativismus – nicht als solche wahrgenommen, so wenig wie modernisierte Formen des Antisemitismus, vor allem die »Israelkritik« und der regressive Antikapitalismus. Grund genug also für eine ideologiekritische Bestimmung dieser Begriffe und für das Bestehen auf einer Trennschärfe, die auch deutlich werden lässt, warum eine Synonymisierung von Rassismus, »Islamophobie« und Antisemitismus ein interessierter Fehler ist, durch den die Feindschaft gegen Jüdinnen und Juden rationalisiert und verstetigt wird.

Share:
  • Facebook
  • Twitter

Konzert: K.A.G.E. und Blümchenknicker

Im Rahmen unseres monatlichen Kulturcafés (immer am zweiten Mittwoch im Monat) spielen am 10. Mai ab 19 Uhr im Kult41 die Rap-Crew K.A.G.E., die wir im vergangenen Jahr bereits anlässlich der Präsentation des über sie gedrehten Dokumentarfilms „Trapped by law“ eingeladen hatten sowie die in Bonn hinlänglich bekannten Blümchenknicker.

Hier eine nähere Beschreibung dessen, was Euch erwartet:

Seit nun fast fünf Jahren findet regelmäßig am 2. Mittwoch jeden Monats das Refugees Welcome Kulturcafé (organisiert vom Verein Refugees Welcome Bonn e.V.) im selbstverwalteten Kulturzentrum Kult41 statt. In ungezwungener Atmosphäre bei Kicker und Kaltgetränken steht hierbei der gegenseitige Austausch im Vordergrund. Gelegentlich gibt es auch musikalische Live-Darbietungen, Filme oder Theateraufführungen.
Anlässlich des festival contre le racismeerwarten uns in diesem Monat zwei Bands. Der Eintritt ist wie immer frei. (mehr…)

Share:
  • Facebook
  • Twitter

Vortrag: Bordermonitoring auf dem Balkan

Am Dienstag, 9. Mai, folgt direkt die nächste Veranstaltung von uns, die wir im Rahmen des festival contre le racisme stattfinden lassen. Marc Speer von der Organisation bordermonitoring.eu wird dabei um 19 Uhr im Hörsaal 17 über die Arbeit seines Vereins vortragen.

Die formelle Öffnung der sogenannten „Balkanroute“ im Sommer 2015 als Reaktion auf die Ereignisse am Bahnhof „Keleti“ in Budapest stellte eine bis dato undenkbare Zäsur in der Historie des europäischen Migrationsregimes dar. Weniger bekannt – zumindest im deutschsprachigen Kontext – ist dabei, dass die „Öffnung“ der Balkanroute bereits Monate zuvor durch Mazedonien und insbesondere Serbien vorangetrieben worden war. Hierauf wird Marc Speer vom Verein „bordermonitoring.eu“ in seinem Vortrag näher eingehen und zudem darstellen, wie sich die Situation für Geflüchtete in beiden Ländern gegenwärtig darstellt.
Der gemeinnützige Verein bordermonitoring.eu wurde 2011 in München gegründet. (mehr…)

Share:
  • Facebook
  • Twitter