Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Klagewelle gegen den iranischen Oppositionellen Dr. Kazem Moussavi: Offener Brief an die deutsche Politik und Medien

Im Folgenden dokumentieren wir einen aktuellen offenen Brief des iranischen Regimekritikers Kazem Moussavi, für den derzeit auch eine von uns mit-initiierte Spendensammlung läuft. Direkt zum Spendenaufruf geht es hier.

Offener Brief an Herrn Bundespräsidenten Dr. Walter Steinmeier, Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, Frau Justizministerin Dr. Katharina Barley und die deutschen Medien

18. September 2018

Als Sprecher der oppositionellen Green Party of Iran in Deutschland möchte ich Sie über die Klage-Welle des deutsch-iranischen Wirtschaftslobbyisten, Dawood Nazirizadeh (SPD/IGS/FES), gegen mich wegen angeblicher Verleumdung durch meine kritische Berichterstattung über seine Iran-Machenschaften informieren.

Dieser Fall stellt eher eine politische Angelegenheit als eine juristische dar. Weswegen sich Politik und Medien dringend damit beschäftigen müssen, um den Plan der Islamischen Republik, die Opposition mit der Inanspruchnahme der deutschen Justiz mundtot zu machen, zu verhindern. (mehr…)

Ausflug in Grüne Spielstadt mit Eltern und Kindern

Am gestrigen Sonntag sind wir, unterstützt vom Projekt „Mitwirken – Mitbestimmung und Eigenverantwortung der Geflüchteten“, mit über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in die Grüne Spielstadt gefahren. Dort verbrachten wir mit den Familien aus verschiedenen Bonner Unterkünften einen ausgelassenen Nachmittag bei gemeinsamem Spiel, Spaß und Essen.

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Es bleibt dabei: Gegen jeden Antisemitismus! Ein Kommentar zum antisemitischen Angriff und anschließenden Polizeiübergriff in Bonn

Es bleibt dabei: Gegen jeden Antisemitismus! Ein Kommentar zum antisemitischen Angriff und anschließenden Polizeiübergriff in Bonn

Vorgestern, am Mittwoch, 11. Juli, kam es im Bereich des zentral gelegenen Bonner Hofgartens gegen Nachmittag zu einem antisemitischen Angriff auf einen israelischen Professor. Der Angreifer, ein arabisch-stämmiger Deutscher beleidigte den 50-jährigen Mann, den er aufgrund seiner Kippa als Juden identifizierte hatte, auf antisemitische Weise und attackierte ihn auch körperlich. Als die Polizei nahte, ergriff der Angreifer die Flucht. Beim Eintreffen der Polizei, brachten die Beamten das Opfer zu Boden und schlugen ihm ins Gesicht. Der 20-jährige Täter wurde danach ebenfalls in Gewahrsam genommen und in eine psychiatrische Klinik verbracht. All dies lässt sich einer ungewohnt detaillierten Pressemitteilung der Bonner Polizei entnehmen. (1)
Der Fall hat bereits kurz nach Bekanntwerden recht hohe Wellen geschlagen; die Bonner Polizeipräsidentin entschuldigte sich persönlich beim Opfer des antisemitischen An- und des darauffolgenden Polizeiübergriffes kurz vor dessen Rückreise. Der FAZ (2) war zudem zu entnehmen, dass überdies der NRW-Innenminister bei dem Geschädigten telefonisch um Entschuldigung bat. Es bleibt zu hoffen, dass zumindest dieser Fall von Polizeigewalt aufgrund des öffentlichen Interesses aufgearbeitet wird und auch merkbare Konsequenzen nach sich zieht.

Bonn ist ein gutes Beispiel dafür, wie in einer Stadt, die keine nennenswerte Neonazi-Population aufzuweisen hat, Juden dennoch um ihre Sicherheit fürchten müssen. (mehr…)

Teilnahme am Sommerturnier mit Geflüchteten

Am vergangenen Dienstag, 10. Juli, haben wir am Sommerturnier von Jugend verbindet e.V., des GFV 06, dem Projekt Mitwirken und anderen teilgenommen. Gemeinsam mit Bewohnern einer Sammelunterkunft im Bonner Norden stellten wir eins von sechs Teams und holten (trotz sehr weniger eigener Tore!) noch den dritten Platz. Den ersten Platz und somit den Pokal gewonnen unsere Freunde von der Initiative Halldy Fohti, die im Finale gegen das Team des GFV 06 antraten. Unten findet Ihr ein paar Bilder des Turniers. Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Organisatorinnen und Organisatoren!


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Solidarität mit Kazem Moussavi! Call for solidarity with Kazem Moussavi

*English language version below*

Iranische Regimekritiker sollen durch Klage zum Schweigen gebracht werden

Dr. Kazem Moussavi, Sprecher der Green Party of Iran, Herausgeber von „Iran Appeasement Monitor“ und einer der prominentesten Kritiker der Islamischen Republik in Deutschland, wird wegen seiner Berichterstattung über die Aktivitäten des Regimes in Deutschland verklagt.
Die Klage ist darauf ausgerichtet, durch Androhung eines horrenden Ordnungsgeldes oder ersatzweiser Ordnungshaft, seine Enthüllungen über die Aktivitäten eines Iran-Lobbyisten zu unterbinden.

Es darf nicht sein, dass das iranische Regime die aktiven Oppositionellen mundtot macht und auch hierzulande verfolgen und mit Haft bedrohen kann. Wenn dieser Plan aufgeht, werden sich Kritiker in Zukunft sehr genau überlegen müssen, ob sie über die finanziellen Mittel verfügen, ein langwieriges und teures Gerichtsverfahren durchzustehen.

Der Fall Moussavi ist für die kritische Iran-Berichterstattung von großer Bedeutung, sowie für die Presse- und Informationsfreiheit insgesamt!

Wir wollen ein Zeichen setzen und klarstellen (mehr…)

Rückblick aufs gemeinsame Grillen mit dem Projekt Mitwirken und Start with a Friend

Im Rahmen unseres letzten Kulturcafés im Juni hatten wir zusammen mit dem Projekt „Mitwirken – Mitbestimmung und Eigenverantwortung der Geflüchteten“ und der Initiative „Start with a Friend“ zu einem gemeinsamen Grillen geladen. Die Veranstaltung fand bei bestem Wetter statt und war mit über 80 Besucherinnen und Besuchern gut besucht. Zu essen gab es neben einer Vielzahl an Salaten jede Menge Grillfleisch sowie vegetarische Alternativen, Brote usw.. Begonnen hat das ganze wie üblich um 19 Uhr. Diejenigen, die Ramadan praktizierten, hatten die Möglichkeit, sich etwas zurücklegen zu lassen, um später zu essen. Besonders gefreut haben wir uns auch über den zahlreichen Besuch unserer Freunde von der neuen afrikanischen Initiative Halldy Fohti, mit denen wir bereits das Eröffnungsfest „Come together“ im Mai zusammen ausgerichtet hatten.
Neben dem Essen gab es natürlich wie immer Musik, Kicker und viel gegenseitigen Austausch.

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Vorläufige Schließung des ZeSaBo

Das Zentrallager Sachspenden Bonn war eine sehr sinnvolle Einrichtung, die jetzt leider ihre alten Räume verlassen musste. Momentan sind die Engagierten des ZeSaBo auf der Suche nach Unterstützung ihres neu gegründeten Vereins sowie nach neuen Räumlichkeiten. Weitere Informationen dazu findet Ihr auf den Seiten des Zentrallager Sachspenden Bonn.

Rückblick aufs Come-Together-Festival im Mai

Am 6. Mai veranstalteten wir gemeinsam mit dem AStA der Uni Bonn, der Initiative Halldy fohti und anderen ein eintägiges Kulturfest mit Konzerten, Essen und unterschiedlichen Ständen im KULT41. Das Fest war sehr gut besucht und bildete den Auftakt zur anschließenden Veranstaltungsreihe des diesjährigen festival contre le racisme. Hier findet ihr ein paar Fotos der Veranstaltung. (Alle Fotos bis aufs erste von Viola Bender)


(Foto: Samuel F. Johanns)
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Vortrag und Diskussion: ‚Flüchtlingen‘ helfen…und darüber hinaus. Engagement für Geflüchtete zwischen Ehrenamt und Aktivismus

++Achtung – Vortrag fällt wegen Erkrankung des Referenten aus++
Am Donnerstag, 28. Juni, um 18:15 veranstaltet die Abteilung Kulturanthopologie des Instituts für Archäologie in Kooperation mit uns einen Vortrag mit anschließender Podiumsdiksussion.
Dr. Serhat Karakayali (Berlin) wird zum Thema „‚Flüchtlingen‘ helfen…und darüber hinaus. Engagement für Geflüchtete zwischen Ehrenamt und Aktivismus“ sprechen.

Hier findet Ihr die Ankündigung (sowie auch unter folgendem Link):

Ort: Übungsraum (EG), Abteilung Kulturanthropologie, Am Hofgarten 22

Unter dem Titel „‘Flüchtlingen‘ helfen…und darüber hinaus. Engagement für Geflüchtete zwischen Ehrenamt und Aktivismus“ widmen wir uns der Arbeit mit, (mehr…)

Kulturcafé und gemeinsames Grillen

*translations below*

Am Mittwoch, 13. Juni, findet wieder unser monatliches Kulturcafé im KULT41 (Hochstadenring 41) statt. Dieses Mal werden wir gemeinsam grillen.
Ein Platz auf dem Grill, Teller und anderes Besteck stehen für jeden zur Verfügung und die Theke wird wie immer offen sein. Ein Vorrat an Essen wird von uns besorgt. Beginn ist wie immer um 19 Uhr.

Neben Refugees Welcome Bonn und Start with a friend ist diesmal auch das Bonner Projekt „Mitwirken“ dabei, das die Mitbestimmung und Eigenverantwortung in kommunalen Sammelunterkünften stärken möchte. Gemeinsame Gesprächsthemen gibt es also diesmal nicht zu knapp.

Mehr dazu: https://www.obs-ev.de/gesellschaftliches-miteinander/mitwirken-mitbestimmung-und-eigenverantwortung-der-gefluechteten/

Kommt vorbei!

ENGLISH:
Our next monthly pub night at the KULT41 (Hochstadenring 41) will be a barbecue. A place at the grill, plates and other cutlery will be at everyone’s disposal and the bar will be open as usual. The food will be provided by us. It takes place on Wednesday, June 13, and doors open at 7 p.m. (like always). (mehr…)

Protest von Exil-Iraner*innen vor der Deutschen Welle

Am kommenden Freitag findet ein Protest vor der Deutschen Welle in Bonn gegen die Verleihung des „Freedom of Speech award“ an den iranischen Politologen Sadegh Zibaklam statt, den Mina Ahadi initiiert hat. Zibaklam unterstützte in öffentlichen Äußerungen das iranische Regime, weswegen die Verleihung eines „Freedom of speech award“ wohl äußerst zweifelhaft erscheint. Mina Ahadi, die u.a. den Zentralrat der Ex-Muslime in Deutschland mitgegründet hat, trat in der Vergangenheit mehrfach als Vortragende für uns in Bonn auf.

Die Kundgebung findet um 15 Uhr vor dem Gebäude der Deutschen Welle (Kurt-Schumacher Str. 3), am Freitag, 18. Mai, statt.
Den offenen Brief mit weiteren Details findet Ihr unten diesem Link.

Am 4. Juni hält außerdem Kazem Moussavi einen von uns organisierten Vortrag an der Uni Bonn über die aktuellen Proteste im Iran.

Vortrag: Die jüngsten Proteste im Iran, die Frauenbewegung und die Haltung des Westens

Am Montag, 4. Juni, wird Dr. Kazem Moussavi um 19 Uhr im Hörsaal 17 (Anglistisches Seminar, zwischen Hofgarten und Altem Zoll) unserer Einladung folgend einen Vortrag halten zum Tema „Die jüngsten Proteste im Iran, die Frauenbewegung und die Haltung des Westens – Hintergründe, Forderungen, Ausblick“.

Dr. Kazem Moussavi wurde 1969 in Teheran geboren. Als Sprecher der oppositionellen Green Party of Iran ist Kazem Moussavi gezwungen, im Exil zu leben.

Dr. Kazem Moussavi ist Herausgeber des Iran Appeasement Monitor, dem deutschen Ableger des Iranian American Forum. Er ist Mitbegründer der Green Party of Iran und war aktives und prominentes Mitglied der Initiative Stop the Bomb, die sich gegen das iranische Atomprogramm engagiert.

Kazem Moussavi ist ein häufiger Sprecher auf regimekritischen Demonstrationen und Konferenzen und hat eine Reihe von Berichten über die Umweltkrisen des Iran und die Menschenrechtsverletzungen durch das dortige Regime verfasst. Unermüdlich enthüllte er in den vergangenen Jahren Informationen über die vom iranischen Regime gesponnen Netzwerke, etwa in Form islamischer Gemeinden in Deutschland.

Moussavi ist darüber hinaus ein scharfer Kritiker des antisemitischen Al-Quds-Marsches und der anti-israelischen Kampagnen der iranischen Regierung, auch in Deutschland.

Der Eintritt ist frei.

Vortrag: Autoritarismus, Führungsstile, Mitbestimmung

Der letzte von uns organisierte Vortrag beim diesjährigen festival contre le racisme findet am Donnerstag, 17. Mai 2018 um 20 Uhr im Hörsaal 17 (Anglistisches Seminar, zwischen Hofgarten und Altem Zoll) (Hauptgebäude), statt. Der Geschichtswissenschaftler Dr. Johannes Platz spricht zum Thema „Autoritarismus, Führungsstile, Mitbestimmung. Forschungen des Frankfurter Instituts für Sozialforschung zum (anti-)demokratischen Bewusstsein der Deutschen 1950-1968″. Der Eintritt ist wie immer frei.

Dr. Johannes Platz zeigt an einer Reihe von Fallstudien den Umgang (mehr…)

Vortrag: Der Wandel antidemokratischer Tendenzen in konservativ geprägten Milieus migrantischer Herkunft

Der zweite von uns organisierte Vortrag beim diesjährigen festival contre le racisme findet am Mittwoch, 16. Mai, 20 Uhr, im Hösaal 17 (Anglistisches Seminar, zwischen Hofgarten und Altem Zoll) statt. Der Sozialpädagoge Önay Duranoez spricht dabei über seine Arbeit im lange Zeit als Salafistenhochburg gehandelten Stadtteil Dinslaken-Lohberg über den Wandel antidemokratischer Tendenzen in konservativ geprägten Milieus migrantischer Herkunft. Der Eintritt ist wie immer frei.

So nah und doch so fremd? Trotz der Jahrzehnte des Zusammenlebens zwischen der einheimischen Bevölkerungsteilen und Migranten erkennen wir, dass die Gesellschaft heute (mehr…)

Vortrag: Feindbild Mensch – die Überbevölkerungslegende

Der erste von uns organisierte Vortrag beim diesjährigen festival contre le racisme findet am Montag, 7. Mai, um 20 Uhr im Hörsaal 8 (Hauptgebäude), statt. Der Journalist Peter Bierl spricht dabei zum Thema „Feindbild Mensch – die Überbevölkerungslegende“. Der Eintritt ist wie immer frei.

Deutschland soll die Grenzen schließen, um die Afrikaner zu einer „ökologisch nachhaltigen Bevölkerungspolitik“ zu bewegen, erklärte Björn Höcke (AfD). Dort gebe es zu viele Menschen. Thilo Sarrazin (SPD) prophezeite, Deutschland werde aussterben, weil sich biologisch minderwertige Hartz-IV-Empfänger und Einwanderer stärker fortpflanzten als die biodeutsche Mittel- und Oberschicht. (mehr…)