Archiv für Mai 2018

Protest von Exil-Iraner*innen vor der Deutschen Welle

Am kommenden Freitag findet ein Protest vor der Deutschen Welle in Bonn gegen die Verleihung des „Freedom of Speech award“ an den iranischen Politologen Sadegh Zibaklam statt, den Mina Ahadi initiiert hat. Zibaklam unterstützte in öffentlichen Äußerungen das iranische Regime, weswegen die Verleihung eines „Freedom of speech award“ wohl äußerst zweifelhaft erscheint. Mina Ahadi, die u.a. den Zentralrat der Ex-Muslime in Deutschland mitgegründet hat, trat in der Vergangenheit mehrfach als Vortragende für uns in Bonn auf.

Die Kundgebung findet um 15 Uhr vor dem Gebäude der Deutschen Welle (Kurt-Schumacher Str. 3), am Freitag, 18. Mai, statt.
Den offenen Brief mit weiteren Details findet Ihr unten diesem Link.

Am 4. Juni hält außerdem Kazem Moussavi einen von uns organisierten Vortrag an der Uni Bonn über die aktuellen Proteste im Iran.

Vortrag: Die jüngsten Proteste im Iran, die Frauenbewegung und die Haltung des Westens

Am Montag, 4. Juni, wird Dr. Kazem Moussavi um 19 Uhr im Hörsaal 17 (Anglistisches Seminar, zwischen Hofgarten und Altem Zoll) unserer Einladung folgend einen Vortrag halten zum Tema „Die jüngsten Proteste im Iran, die Frauenbewegung und die Haltung des Westens – Hintergründe, Forderungen, Ausblick“.

Dr. Kazem Moussavi wurde 1969 in Teheran geboren. Als Sprecher der oppositionellen Green Party of Iran ist Kazem Moussavi gezwungen, im Exil zu leben.

Dr. Kazem Moussavi ist Herausgeber des Iran Appeasement Monitor, dem deutschen Ableger des Iranian American Forum. Er ist Mitbegründer der Green Party of Iran und war aktives und prominentes Mitglied der Initiative Stop the Bomb, die sich gegen das iranische Atomprogramm engagiert.

Kazem Moussavi ist ein häufiger Sprecher auf regimekritischen Demonstrationen und Konferenzen und hat eine Reihe von Berichten über die Umweltkrisen des Iran und die Menschenrechtsverletzungen durch das dortige Regime verfasst. Unermüdlich enthüllte er in den vergangenen Jahren Informationen über die vom iranischen Regime gesponnen Netzwerke, etwa in Form islamischer Gemeinden in Deutschland.

Moussavi ist darüber hinaus ein scharfer Kritiker des antisemitischen Al-Quds-Marsches und der anti-israelischen Kampagnen der iranischen Regierung, auch in Deutschland.

Der Eintritt ist frei.