Archiv für August 2017

Kein Raum für Israelhass in Bonner Kinos

Im Folgenden dokumentieren wir ein Schreiben, das wir zusammen mit dem Referat für politische Bildung – AStA Bonn und der DIG-Hochschulgruppe Bonn an das Bonner Programmkino WOKI schickten. Aufgrund der Kurzfristigkeit des Anliegens und weil eine Antwort bislang ausblieb, haben wir uns entschieden, daraus einen offenen Brief zu machen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit einiger Verwunderung stießen wir auf eine Programmankündigung Ihres Kinos. Am kommenden Montag, den 28. August, soll dort der israelkritische Film „Junction 48“ gezeigt werden, über dessen inhaltliche Stoßrichtung sich auch bereits streiten ließe. Der Rapper Tamer Nafar, der im Film die Figur des Rappers Kareem verkörpert, bezeichnete die israelische Demokratie öffentlich als Nazis und scheute auch nicht vor Holocaustvergleichen zurück. (mehr…)

Antizionismus, nein danke.

Vor einem Jahr hatten wir den Aktivisten und Rapper Mohammad Abu Hajar von der Organisation „Adopt a revolution“ eingeladen. Er hielt damals einen Vortrag über den zivilen Widerstand in Syrien. Der Vortrag kam gut an und ist auch immer noch auf unserem Youtube-Channel nachzuören. Mittlerweile hat sich Abu Hajar leider als fanatischer Israelhasser entpuppt, dessen Hauptfokus auf der Verteufelung des jüdischen Staates zu liegen scheint. (mehr…)

Amerika, die Deutschen und der Rassismus

Zum 25. Mal jähren sich diese Woche die pogromartigen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen, bei denen ein Volksmob als Bündnis angereister Neonazis mit den ganz normalen Deutschen aus der Nachbarschaft und unter den Augen der Polizei versuchte, eine Gruppe von vietnamesischen GastarbeiterInnen zu ermorden. Wir möchten die Erinnerung an diese Ereignisse zum Anlass nehmen, ein paar kurze Gedanken zu der derzeitigen medialen Befassung mit dem Thema Rassismus beizusteuern.
Der Terror von Rostock stellte eine Zäsur in der deutschen Nachkriegsgeschichte dar – nicht, weil nicht schon zuvor und auch danach rassistische Übergriffe und Morde in Deutschland verübt wurden, sondern weil sich hier ein ganz offener Schulterschluss zwischen Durchschnittsbevölkerung und Neonazis sowie in letzter Instanz auch der Polizei zeigte, deren Agieren nach Tagen der geduldeten Krawalle bis zur Brandstiftung darin bestand, mit Gewalt gegen angereiste antifaschistische GegendemonstrantInnen vorzugehen. (mehr…)