Archiv für Juni 2016

Was ist los im Flüchtlingslager Burbach?

Vorwürfe von Vergewaltigung einer schutzbedürftigen Geflüchteten durch Sicherheitsdienstmitarbeiter, Zeugenbedrohung, durch Bedienstete organisierte mutmaßliche Prostitution und systematische Unterlaufung von Unterbringungsstandards im Flüchtlingslager in Burbach (bei Siegen)

Innerhalb der letzten drei Tage erlangten wir Kenntnis von äußerst schwerwiegenden Vorwürfen gegenüber einzelnen Mitarbeitern des DRK und der Siegener Sicherheitsfirma Bewa Security GmbH aus dem Flüchtlingslager in Burbach bei Siegen. Besagtes Lager hatte bereits 2014 für negative Schlagzeilen durch Misshandlungsvorwürfe gegen Sicherheitsbedienstete gesorgt.

Die im Folgenden wiedergegebenen Vorwürfe sind der Polizei zumindest in Teilen seit Anfang Juni bekannt, es läuft mindestens ein Ermittlungsverfahren. Öffentlich wurden sie bislang nicht. Dies wollen wir mit dem vorliegenden Bericht ändern. (mehr…)

Ausflug in die Grüne Spielstadt

Bei bestem Wetter startete unsere Mutter-Kind-Gruppe am vergangenen Wochenende zu einem Ausflug in die Grüne Spielstadt. Gemeinsam ging es nach Bonn-Dransdorf, auf ein Gelände voller Weidenskulpturen, Wiesen und Platz zum Entspannen.
Bei den regelmäßigen Treffen der Mutter-Kind-Gruppe sind die Frauen und Kinder eigentlich unter sich. Am Samstag des Ausflugs schlossen sich uns aber auch Männer an, und so wurde der Ausflug für viele zu einem Familientag in der Sonne und in der Natur. Am Ausflug nahmen circa zwanzig Erwachsene, zwanzig Kinder und fünf Begleiterinnen teil. In der Spielstadt angekommen liefen die Kinder ausgelassen umher und erkundeten das Gelände. Später wurde dann in Gruppen gespielt und ausgiebig gepicknickt. Der Tag war für alle eine schöne Auszeit vom Alltag und bot viele Möglichkeiten, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Die vielen strahlenden Gesichter, die wir an dem Tag zu sehen bekommen haben, verdanken wir auch dem Unternehmen SolarWorld, mit dessen finanzieller Unterstützung die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, Verpflegung und die Miete des Geländes realisiert wurde.

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Kunstworkshop und offenes Atelier für junge Geflüchtete in der Poliklinik

Am Mittwoch, den 15. Juni, fand zum ersten Mal ein Kunstworkshop für junge Geflüchtete in der Poliklinik statt. Der Workshop wurde von Refugees Welcome e.V. und Künstler*innen aus Bonn organisiert und stieß auf reges Interesse seitens der Geflüchteten.
Thema dieses ersten Workshops waren Stencils, Textildruck und -bemalung. Während die Jugendlichen und jungen Erwachsenen sich kreativ austobten und tolle eigene Designs für T-Shirts und Taschen entwickelten, hatten die kleineren Kinder Spaß beim Malen. Mit diesem ersten Anlauf wollen wir ab jetzt ein regelmäßig stattfindendes offenes Atelier und/oder Kunst-Workshops in der Poliklinik etablieren, um Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit zu geben, sich kreativ zu betätigen.
Die nächsten Termine finden am 13. Juli und am 31. August von etwa 15 bis 18 Uhr statt. Wir freuen uns über weitere Mitwirkende, die Lust haben, ihre künstlerischen/handwerklichen Fähigkeiten zu teilen. Interessent*innen können sich gerne bei uns melden. Außerdem benötigen wir noch Möbel für den Kunst-Raum (Tische, Stühle, ein Sofa oder Regale) und freuen uns über Spenden!

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Lecture: From peaceful revolution to civil war – The role of civil society in the Syrian conflict

On thursday, July 7, we will host a lecture on the Syrian civil war in lecture hall 8 ( Hörsaal 8 ) in the main building of Bonn university.
The lecture will be in English.

The Syrian crisis arrived in Germany via hundreds of thousands of refugees. Along with them comes an opportunity for a dialogue with the German society – a dialogue that might lead to a better understanding of the evolution of the Syrian situation and foster a real solidarity with people as they fight for a universal cause: liberty and dignity.
Mohammad Abu Hajar is a Syrian activist, economist and musician currently based in Berlin. As a former member of the Local Coordination Committees in Syria and the German NGO Adopt a Revolution he will shed some light on the conflict.

Vortrag: Sexuelle Übergriffe , Belästigungen und das Recht

Neben dem Vortrag „Junge, was ist Rape Culture?“ (siehe vorheriger Beitrag unten) veranstalten wir in Kooperation mit dem Frauenreferat des AStA am Donnerstag, 23. Juni, um 19 Uhr im Hörsaal 17 (Hauptgebäude der Uni Bonn, Anglistisches Seminar zwischen Hofgarten und Altem Zoll) einen weiteren Vortrag, der sich mit den rechtlichen Aspekten sexueller Übergriffe auseinandersetzt.

Seit Anfang des Jahres wird immer wieder von sexuellen Übergriffen und Belästigungen im öffentlichen Raum berichtet. Gefordert wird das Recht von Frauen vor sexueller Belästigung und die zügige und harte Bestrafungen der Täter. Wie aber sieht jenseits der medialen Empörung und der Vereinnahmung alter feministischer Forderungen durch konservative Kräfte die reale rechtliche Situation aus? Welche Handlungen sind überhaupt strafbar und was hat die aktuelle Debatte um die Reform der Sexualdelikte hiermit zu tun? Der Vortrag beleuchtet die Historie der Sexualdelikte, er stellt die aktuelle Rechtslage bei sexuellen Übergriffen und Belästigungen dar und erläutert die Reformbestrebungen.

Martina Lörsch ist Fachanwältin für Strafrecht in Bonn und setzt sich aktuell als Mitglied in der Strafrechtskommission des Deutschen Juristinnenbundes für den bedingungslosen Schutz des Rechts auf sexuelle Selbstbestimmung ein.

Vortrag: „Junge, was ist rape culture?“

Am Donnerstag, 30. Juni, organisieren wir um 19 Uhr im Hörsaal 17 des Hauptgebäudes der Uni Bonn (Anglistisches Seminar, zwischen Hofgarten und Altem Zoll) einen Vortrag über die ideologischen und psychosexualen Zusammenhänge von Sexismus, Rassismus und Antisemitismus anhand öffentlicher Debatten etwa nach der Kölner Silvesternacht.

Der Fall Tugçe Albayrak, Julian Assange im Exil der equadorianischen Botschaft in London oder der entfesstelte Debattenmob nach der Kölner Silvesternacht: was diese medialen Ereignisse miteinander verbindet, ist die allgemeine Unfähigkeit im Öffentlichen wie im Privaten, sich dem Problem der sexuellen Gewalt wirklich angemessen, ethisch und politisch, zu stellen. (mehr…)