Archiv für September 2015

Redebeitrag: Solidarität mit allen Geflüchteten!

Für den morgigen Samstag rufen wir gemeinsam mit anderen Gruppen und Initiativen zu einer Demonstration unter dem Motto »Solidarität mit ALLEN Geflüchteten!« in Dortmund auf. Der Bonner Treffpunkt zur gemeinsamen Anresie per Zug ist um
*** 12:45 Uhr am Gleis 1 des Bonner Hbf ***

Wir werden uns an dieser Demonstration auch mit einem Redebeitrag beteiligen, den wir hier bereits veröffentlichen:

Liebe Freund*innen, liebe Genoss*innen! (mehr…)

Info-Stände und Konzertbesuch

Die aktuelle Diskussion über die große Anzahl an geflohenen Menschen, die in Deutschland Schutz suchen, führt zu großem Informationsbedarf in der Stadt. Daher hat Refugees Welcome Bonn e.V. in den letzten Wochen verschiedene Informationstände gemacht: Beim Gemeindefest der Johanneskirche in Duisdorf (Foto 1) kamen viele gute Gespräche zustande, die die gute Zusammenarbeit der Kirche mit uns – wie z.B. bei der Mutter-Kind-Gruppe – zeigten und vertiefen konnten. Auf dem Fussballfest „Ballkontakte“ standen Möglichkeiten des Engagements für in Bonn lebende Menschen im Vordergrund. (mehr…)

Neues von der Mutter-Kind-Gruppe

Die Mutter-Kind-Gruppe hat neue Zeiten: Zweimal im Monat findet mittwochs von ca. 16-18Uhr ein offenes Treffen statt. Die Räume werden von der Jonanniskirchengemeinde in Bonn-Duisdorf (nahe der beiden dort gelegenen Asylbewerberheime) gestellt.

Im Herbst 2014 haben ein paar Frauen damit begonnen, ein Vor-Ort-Angebot für Mütter und Kinder zu schaffen.
Während der Treffen ist meistens ein Teil von uns mit den Kindern beschäftigt (Spiele, Basteln, usw), während der andere Teil sich mit den
Mütter austauscht oder etwas mit ihnen organisiert. Manchmal werden auch gemeinsame Aktivitäten für Kinder und Mütter organisiert (Ausflüge, Basteln, Fotos, Workshops usw.).

Generell werden motivierte Frauen gesucht, die sich bei den Treffen engagieren und die Organisation/ Planung mitgestalten können . Meldet Euch unter der E-Mail-Adresse refugees-welcome@riseup.net melden. Oder schreibt und eine Nachricht auf Facebook (https://www.facebook.com/welcomebonn).
Sollten sich genügend Interessierte melden, dann würden wir erwägen, eine weitere Gruppe nahe eines der neu einzurichtenden Heime einzurichten.

Koordination von Freiwilligen für einzelne Aktivitäten/ Coordination of volunteers for specific events

*English text below*

Ihr wollt aktiv werden? Meldet euch!
Für die vielen Angebote, Freizeitaktivitäten, Deutsch-, Computer- oder Malkurse etc., die bei uns eingehen, haben wir eine neue Koordination eingerichtet.
Bitte sendet Eure Ideen und Vorschläge direkt an
engagement.refugeeswelcome@gmail.com .
Wir sammeln dort Eure Vorschlägen, klären den Bedarf und schauen, ob Ihr Euch mit anderen Interessierten zusammen tun könnt.

---------------------

Would you like to get involved supporting refugees? Write to us! We will be accepting all offers for German and computer classes, painting lessons, leisure activities and more. Please send your ideas and suggestions directly to engagement.refugeeswelcome@gmail.com. We will collect your offers, check refugees’ needs, and try to connect you with other interested persons.

Demonstration: Solidarität mit allen Geflüchteten!

Die derzeitige Lage für neu in Deutschland ankommende Asylsuchende ist katastrophal. Menschen werden in Einrichtungen untergebracht, die teilweise nicht einmal Decken haben – so auch geschehen vor wenigen Tagen in Bonn. Die Ausländerämter versehen – wenn überhaupt – weiter Dienst nach Vorschrift. Die weit überwiegende Zahl von Neuankömmlingen wird derzeit nicht einmal mehr registriert, was nicht nur weitreichende rechtliche Probleme in deren Asylverfahren nach sich ziehen kann, sondern sie auch in einem de facto rechtlosen Schwebezustand verharren lässt, während sie wochen- oder möglicherweise monatelang in improvisierten Zeltstädten verbringen müssen.

Die Behörden berufen sich auf ihre eigene Überlastung durch eine Ausnahmesituation und versuchen, sich damit gegen jegliche Kritik zu immunisieren. Das derzeitige Problem ist dabei ein hausgemachtes. Über Jahre hinweg wurden die kommunalen und Landes-Ressourcen zur Aufnahme von Geflüchteten vorsätzlich heruntergefahren und nun steht man mit heruntergelassenen Hosen da, die eines industrialisierten Landes nicht würdig sind. Längst werden nicht alle möglichen und dringend benötigten Ressourcen aktiviert, um die Notsituation abzufedern. Mit dieser Politik muss endlich Schluss sein und es müssen unverzüglich die nötigen Mittel zur Verfügung gestellt werden, um der derzeitigen Lage angemessen zu begegnen.

In den Medien wird zur Zeit vor allem das ehrenamtliche Engagement von Bürger*innen gelobt, dabei fällt oft unter den Tisch, dass Asylsuchenden zugleich massive Hetze entgegenschlägt und das nicht nur in den neuen Bundesländern. Täglich brennen mittlerweile Asylunterkünfte, von rassistischen Ausschreitungen wie in Heidenau, Freital und anderswo sowie einer Flut menschenverachtender Kommentare im Internet ganz zu schweigen.

In dieser Situation den so oder so völlig indiskutablen Forderungen von Innenminister de Mazière sowie v.a. der CSU nachzukommen und Sonderlager für Balkanflüchtlinge einzurichten, wie es jetzt auch in NRW und auch in Bonn geschehen soll, kann nicht anders als zynisch und menschenverachtend bezeichnet werden.

Deshalb rufen wir gemeinsam mit anderen Gruppen und Organisationen zur folgenden Demonstration am Samstag, 26. September, am Dortmunder Hauptbahnhof auf:

Website der Demonstration mit genauem Ort und Uhrzeit