Filmvorführung im Kult41: BOZA

Im Rahmen unseres monatlich stattfindenen Kulturcafés im Kult41 bekommen wir diesmal – am Mittwoch, 12. August – Besuch von einem Flüchtlingsaktivisten aus Frankfurt, der den Film „BOZA“ im Gepäck hat. Dabei geht es um die beschwerliche Flucht afrikanischer Menschen nach Europa. Das Kult öffnet seine Pforten wie gewohnt um 19 Uhr, der Film beginnt gegen 20 Uhr.

Filmbeschreibung:

„BOZA“ ist ein Wort der westafrikanischen Sprache Bambara und heißt soviel wie „Sieg“. „BOZA“ rufen die Geflüchteten aus Ländern südlich der Sahara, wenn sie, nach Jahren der vergeblichen Versuche, endlich die Grenzen und Zäune Europas überwinden. Der Film zeigt die brutalen Auswirkungen des von Europa erzwungenen und finanzierten Grenzregimes in Maghreb und die schlechten Lebensbedingungen der Fliehenden, die sich in marokkanischen Wäldern nahe der Spanischen Exklaven Ceuta und Melilla verstecken. Beim Versuch, die sechs Meter hohen, mit Stacheldraht versehenen Zäune zu überwinden, werden viele der Fliehenden schwer verletzt oder getötet. An der tunesisch-libanesischen Grenze warten hunderte Geflüchtete in einem Camp in der tunesischen Wüste auf die Erlaubnis, in ein sicheres europäisches Land einzureisen. Aber einmal in Europa angekommen, ist die Odyssee nicht beendet. Geflüchtete und Migrant*innen müssen gegen ein rassistisches Asylsystem kämpfen, eingesperrt in isolierten Camps und jahrelang ohne Perspektive. Der tunesische Regisseur Walid Fellah hat Fliehende auf ihrer klandestinen Reise begleitet und stellt den Zusammenhang zum Kampf der Geflüchteten in Europa her. Er hat im Sommer 2014, gemeinsam mit Mitgliedern von „Refugees 4 change“, am March for Freedom gegen die rassistische Migrations- und Grenzpolitik Europas von Straßburg nach Brüssel teilgenommen. Im Gegensatz zu den meisten Filmen über das Grenzregime, die von Europäer*innen gedreht wurden, betont „BOZA“ die Perspektive der Geflüchteten und Migrant*innen, die die Grenze zwischen Europa und Nicht-Europa nicht akzeptieren. Nach dem Film gibt es die Gelegenheit zur Diskussion mit Aktivist*innen von „Refugees 4 change“.

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