Theater und Vortrag zum Thema „NSU“

Die Theateraufführung „Die NSU-Monologe“ der Bühne für Menschenrechte, die wir letzte Woche Dienstag zusammen mit de Gruppe Rhizom und dem Kult41 organisiert hatten, war trotz ausgezeichneten Wetters sehr gut besucht. Nach der ca. 90-minütigen Vorführung, die ein ebenso erschütterndes wie bewegendes Bild der Reaktionen von Familienangehörigen dreier NSU-Opfer auf die Morde sowie das unsägliche Vorgehen der Polizei lieferte, folgte eine fast zweistündige Frage- und Diskussionsrunde mit einem Fachjournalisten und Sachverständigen des Untersuchungsausschusses im NRW-Landtag. Dabei wurden eine Vielzahl von durch das Publikum gestellten Fragen ausführlich erörtert.
Wir bedanken uns bei allen Beteiligten und ganz besonders bei den SchauspielerInnen der „Bühne für Menschenrechte“ und dem Referenten!

Eine Aufführung eines der beiden Stücke zum Thema Asyl der „Bühne für Menschenrechte“ wird voraussichtlich im Spätsommer oder Herbst diesen Jahres folgen. Achtet auf weitere Ankündigungen.

Morgen Abend (24. Mai) um 20 Uhr bietet sich eine weitere Gelegenheit, fundierte Einblicke in die Aufarbeitung des NSU-Terrors zu erlangen, wenn Dr. Mehmet Daimagüler, Nebenklagevertreter im NSU-Prozess, auf unsere Einladung hin im Hörsaal 8 der Universität einen Vortrag mit dem Titel „Vom Oktoberfestattentat bis zum NSU – Kontinuitäten der rechten Gewalt und des staatlichen Versagens“ hält.

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Bleiberecht für Selami

Heute (16. Mai) wurde Selamet Prizreni abgeschoben. Selamet, der zusammen mit seinem Bruder Kefaet das Rap-Duo K.A.G.E bildet, hat in der vergangenen Woche noch im Rahmen des „festival contre le racisme 2017“ in Bonn ein Konzert für uns gegeben.
Selamets Eltern kamen mit seinen älteren Geschwistern 1988 aus dem Kosovo nach Essen, wo sie als Asylbewerber lebten. Selamet ist in Essen geboren und hatte bis zu seiner ersten Abschiebung (zusammen mit seinem Bruder Kefaet) im Jahr 2010 den Kosovo nie gesehen. (mehr…)

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Vortrag: Vom Oktoberfestattentat bis zum NSU – Kontinuitäten der rechten Gewalt und des staatlichen Versagens

Am Mittwoch, 24. Mai, um 20 Uhr im Hörsaal 8 (Hauptgebäude der Uni Bonn) wird Dr. Mehmet Daimagüler, Nebenklagevertreter im NSU-Prozess, u.a. von seinen Erfahrungen und seiner Arbeit berichten.
Der NSU-Prozess nähert sich mit dem 361. Verhandlungstag allmählich dem Umfang eines vollen Kalenderjahres. Immer wieder verzögern neue Erkenntnisse, unzureichende Vernehmungen und ausweichende Aussagen von Zeug*innen den Prozessverlauf. Neben dem erschreckenden Ausmaß der rechtsterroristischen Gewalt des NSU, fächert sich auch der Skandal um die Beteiligung des Verfassungsschutzes immer weiter aus. Während vielerorts von einem aktuellen Rechtsruck gesprochen wird, zeigen sich sowohl gesellschaftlich als auch institutionell schon lange deutliche Kontinuitäten rechter Gewalt, sowie extrem rechter Denk- und Handlungsmuster, die im momentanen Stimmungsbild wieder einen für legitim erklärten und sich ideologisch festigenden Ausdruck gefunden haben.

Rechtsanwalt Mehmet Daimagüler begleitet den NSU-Prozess als Vertreter der Nebenklage bereits von Beginn an. Auch in dem im Jahr 2016 (mehr…)

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Kuchen- und Infostand beim Macke-Viertel-Fest

Am Samstag, 13. Mai, sind wir (wie schon in den vergangenen Jahren) von 14 bis ca. 18 Uhr wieder mit einem Kuchen- und Infostand auf dem Macke-Viertel-Fest im KULT41, Hochstadenring 41, vertreten. Jede/r, die oder der sich für unsere Arbeit interessiert und mit uns ins Gespräch kommen möchte, hat dort die Gelegenheit, mit uns zu sprechen – oder auch nur einen Kaffee zu trinken.

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Fluchtursache Erdogan

Seit 11 Uhr findet heute, Sonntag, 7. Mai, auf der Kölner Domplatte der Proteststand einer Gruppe türkischer „Academics for Peace“ (BAK) statt, die dort für 12 Stunden lang aus Solidarität mit hungerstreikenden AktivistInnen der Organisation in der Türkei auf die Lage entlassener und verfolgter türkischer Oppositioneller aufmerksam machen. Unten findet Ihr die verteilten Flugschriften auf Deutsch, Englisch und Türkisch.

Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner des „Academics for Peace“-Aufrufes wandten sich im Jahr 2015 (mehr…)

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